Rohanou Beach Resort

[Werbung] Bereits 2017 war ich im Rohanou Beach Resort und nun im Mai 2019 erneut. Zwischenzeitlich hat es einige Veränderungen gegeben und negative Stimmen wurden laut.



Lage: Das Rohanou liegt sehr abseits. Weit und breit gibt es keine Einkaufs- oder Unternehmungsmöglichkeiten. Der Transfer von Marsa Alam dauert ca. 80 Minuten. Alternativ kann man auch in Hurghada laden, da Marsa Alam nur von wenigen Flughäfen angeflogen wird. Hier dauert der Transfer dann knapp 2 Stunden. Hauptsächlich ist das Hotel für Taucher und Schnorchler ausgelegt.


W-Lan: Im Hotel gibt es überall kostenfreies W-Lan, selbst am Strand. Der Empfang schwankt natürlich, aber selbst Videoanrufe waren - wenn auch stark verpixelt- möglich.


Zimmer: Die Zimmer sind sehr dunkel, spärlich eingerichtet und nur wenige Zimmer verfügen über einen Balkon. Die Bäder sind renovierungsbedürftig, da einiges schon gerostet oder gar geschimmelt ist. Eine Minibar existiert, ist jedoch nicht gefüllt. Wasserkocher für Tee oder Kaffee sucht man leider auch vergebens. Jeden Tag erhält man 1-2 Flaschen Wasser aufs Zimmer. Gereinigt wurde das Zimmer jeden Tag und duftete danach wirklich herrlich. Ich hatte meine Kosmetik in einer Plastiktüte auf das Waschbecken gestellt, weil wir sehr spät nachts angekommen sind. Die Putzfee hat die Flaschen sogar ausgepackt und schön aufgestellt. Es gibt eine Klimaanlage, die aber sehr laut ist. Generell ist das Hotel hellhörig und ich empfehle Ohropax mitzunehmen. Im Kleiderschrank kann man den kostenlosen Safe nutzen. Kosmetikartikel sind nicht vorhanden, lediglich ein Seifenspender in der Dusche.


Unterhaltung: Es gibt ein kleines Animationsprogramm mit Wassergymnastik, Volleyball oder Boccia. Musik wird am Pool nur bei der Wassergymnastik laut gespielt, ansonsten rieselt nur leise Musik. An einem Abend gab es beim Abendessen eine Tanzveranstaltung, die für mich aber zu laut war. Man kann im Haus neben dem Pool noch Billiard und Tischtennis spielen. Dort wurde auch das Fitnessstudio mit sehr wenig Ausstattung hin verlegt. Das Spa wurde ganz geschlossen.


Gastronomie: Das ist wohl der größte Kritikpunkt und diesen kann ich absolut nachvollziehen. Das Hotel wird hauptsächlich mit All inclusive gebucht. Nun hat das Management gewechselt und das Restaurant auf der Terrasse wurde in die dunkle Lobby verlegt. Verlegt ist hierbei das falsche Wort, denn das Terrassen-Restaurant existiert noch, aber nur gegen Aufpreis. Trotz all inclusive soll man für den Ausblick nochmal bezahlen und das bei jeder Mahlzeit.

Das „Obba-Restautant“ in der Lobby sieht einfach unprofessionell aus. Plastikdeckel werden auf die Nahrungsmittel gelegt um sie zu schützen. Die Plastikfolie bei Salaten wird nicht entfernt. Eine Klimaanlage ist vorhanden, allerdings kein Belüftungssystem. Nach den Mahlzeiten riecht man extrem nach Küche.

Die Auswahl der Mahlzeiten ist klein, hat sich aber im Vergleich zu 2017 gebessert. Nun werden auch Salate angeboten. Ebenso kann man sich morgens individuell ein Omelett machen lassen oder mittags bzw. abends Nudeln. Geschmacklich waren die Gerichte durchwachsen. Das gedünstete Gemüse, Reis-Nudeln und gebratenes Hähnchen waren meine Favoriten und haben unglaublich gut geschmeckt. Gewürze stehen in Glasbehältern bereit und können von jedem Gast nach eigenem Geschmack genutzt werden.

An der Poolbar wird man auch zur Kasse gebeten, sobald man etwas anderes als Softgetränke oder Bier möchte. Selbst ein Cappuccino kostet extra. „Normalen“ Kaffee, Tee und stilles Wasser muss man sich -zum Glück nicht gegen Entgelt- selbst holen.

Ein Lunchpaket für Ausflüge wurde kostenfrei zur Verfügung gestellt.


Pool und Strand: Das Hotel verfügt über mehrere kleine Pools und einen Strand. Hier kann man sich entscheiden auf welcher Liege man Platz nehmen möchte. Handtücher können jeden Tag getauscht werden, was wir aber nicht so oft in Anspruch genommen haben (der Umwelt wegen). Dennoch wurden wir mehrmals am Tag vom Poolboy gefragt, ob wir uns nicht doch anders entschieden hätten. Das Personal ist schon früh morgens am Arbeiten und haben jederzeit beim Aufmachen des Sonnenschirms geholfen und auch auf Wunsch Liegen umgestellt. Als kleine Geste werden mittags kleine Blüten verteilt.

Der Strand ist steinig und durch das Hausriff kann man nicht direkt ins Wasser laufen. Dafür gibt es einen Steg mit zwei Treppen, die einem den Einstieg ins Wasser erleichtern. Wie gesagt, ist das Hotel auf Taucher und Schnorchler ausgelegt, denn das Hausriff ist das Schönste Riff, welches ich je gesehen habe. Die Korallen sind intakt und bunt, viele verschiedene Fischarten tummeln sich und sogar eine Muräne und Blaupunktrochen haben wir gesehen. Vom Steg aus nach rechts wird das Wasser nach einiger Zeit sehr flach (ca. 1-2 Meter). Hier kann man die Rochen bestaunen und bei Bedarf auch hier das Meer verlassen ohne Korallen zu beschädigen. Nach einem kurzen Laufweg von ca. 3 Minuten ist man wieder in der Hotelanlage. 2017 hatten wir sogar Delfine direkt am Steg.


Tauchbasis: Die Tauchbasis vor Ort hat einen hervorragenden Ruf und bietet neben den Tauchgängen auch Ausflüge an. An einigen Ausflügen können auch Schnorchler teilnehmen.


Freundlichkeit: Das Personal und die Tauchbasis sind wirklich sehr freundlich. Da das Rohanou sehr klein ist und da die meisten Hotelgäste dasselbe Interesse haben - die Unterwasserwelt- kann man sich wunderbar unterhalten und kennt innerhalb kurzer Zeit das halbe Hotel.


Arzt: Das Hotel hat keinen eigenen Arzt. Im Bedarfsfall muss man das kooperierende Hospital aufsuchen.


Hund: In einiger Sache möchte ich darauf hinweisen, dass sich im Hotel ein Hund aufhält. Dieser ist sehr zurückhaltend und zahm. Wer ein Hundeliebhaber ist, kann gerne etwas Futter von Zuhause mitnehmen und Wasser anbieten. Ich habe immer ein paar Würstchen vom Buffet mitgenommen und das wurde vom Hund gerne angenommen.



Fazit: Die Verschlechterung der Gastronomie und der Zustand der Bäder in den Zimmern ist wirklich sehr negativ. Da das Hausriff aber der absolute Wahnsinn ist werde ich tatsächlich nächsten Monat nochmal einmal hinfahren (das Wetter war im Mai nun so schlecht, dass ich kaum ins Wasser konnte). Die Zimmer und die Gastronomie stelle ich also in meinen Bedürfnissen hinten an. Sollte sich der Zustand in den nächsten Jahren aber nicht ändern, werde ich das Rohanou Beach Resort dann aber kein weiteres Mal besuchen.

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