Finnland / Lappland: Unsere Nordlichter Sichtung + Tipps

[Werbung] Der Traum von Nordlichtern. Dafür gehen viele nach Finnland / Lappland. Wie bereits erwähnt ist die Chance seeeeeehr gering die Nordlichter im Weihnachtsmanndorf (und zugehörige Behausungen) zu sehen.

Man kann also Touren buchen -beispielsweise über Getyourguide- und mit Guides und eine Gruppe auf die Suche gehen. Solche Touren haben wir damals in Norwegen gemacht und die Nachteile gespührt: Sehr hohe Kosten und Unflexibilität. Hat man einen Ausflug gebucht, dann muss man auch daran teilnehmen, selbst wenn die Chancen in der Nacht bei 0% stehen. Ebenso wollen die Mitarbeitenen irgendwann auch mal Feierabend machen und brechen die Suche vielleicht zu früh ab bzw. fahren nicht weit genug.

Daher haben wir uns diesmal für einen Mietwagen entschieden um maximale Flexibilität genießen zu können. Gleichzeitig haben wir zwei Apps genutzt: Wetter.de und Polarlicht.  Bei Wetter.de kann man den Werdegang der Wolken simulieren und so ein Wolkenloch suchen. Bei Polarlicht erkennt man den KP-Wert, die besten Orte, die Chancen,…

Polarlicht App Werte für eine Sichtung:

KP-Wert: Zeigt an wie weit die Polarlichter zu sehen sind. Im Bereich Lappland / Rovaniemi total uninteressant.

Sonnengeschwindigkeit (km/s) : Höher als 300

Sonnenwinddichte (P/CC): Höher als 5

Sonnenwind BZ (NT): 0 ; am Besten im Minus

Sonnenwind BT (NT): Egal

 





Unsere Sichtung / Geschichte: Es war der 14. Januar 2023 spät abends. Wir haben bei einem Ausflug festgehangen und ständig die Apps gecheckt. Ein Wolkenloch nähe Kittilä war für diese Nacht vorausgesagt. So schnell wir konnten haben wir den Ausflug beendet und sind zu unserem Mietwagen. Snacks und Getränke hatten wir bereits zurechtgelegt. Google Maps sagte 1 Stunde 44 Minuten voraus. Bei dem Schnee auf den Straßen aber total unrealistisch. Wir starteten also. 23:45 Uhr (deutscher Zeit) sagte meine Freundin zu mir: „In 15 Minuten wirst du 30 Jahre alt. Ich halte bei der nächsten Gelegenheit an um entsprechend rein zu Feiern“. Meine Antwort: „Wir halten überhaupt nicht an. Wir haben ein Ziel und keine Zeit zu verlieren!“ Und so war es auch. Meinen 30 Geburtstag feierte ich so unspektakulär auf der Rückbank des Mietwagens rein. Wir fuhren und fuhren. Der Schnee wollte nicht aufhören und Schnee ist schlecht, weil es natürlich Wolken bedeutet. Zwischendeutlich feierte ich quasi ein zweites Mal -nämlich finnischer Zeit- in meinen 30. Geburtstag rein. Immer noch auf der Rückbank - und noch 30 Minuten von Kittilä entfernt. Die Chancen bei 67%. Dann, 5 Minuten nach 00:00 Uhr finnischer Zeit beugte sich mein Freund nach vorne, blickte durch die Windschutzscheibe und sagte „Was sind das für komische Wolken?“. Meine Freundin, die die ganze Zeit mit Fahren beschäftigt war: „Das sind keine Wolken! Ich halte so schnell wie möglich an!“. Bis zur nächsten Haltebucht dauerte es auch nur wenige Meter, wir stellten das Auto ab und staunten nicht schlecht: Wir hatten tatsächlich DAS eine Wolkenloch gefunden und die Polarlichter waren da. Nicht so grün, wie auf den Bildern. Das menschliche Auge kann das Grün nicht ganz so gut wahrnehmen wie die Fotokamera. Daher hat mein Freund sie auch mit Wolken verwechselt. Dennoch war das Spektakel beeindruckend. Wir konnten sogar sehen wie sich die Polarlichter ineinander bewegten. Bei -13 haben wir Fotos gemacht und sind den Polarlichtern Stück für Stück hinterhergefahren. Nach fast eineinhalb Stunden mussten wir uns dann doch mal lösen. Es war kalt, spät und wir hatten am „nächsten“ Morgen einen Ausflug geplant. Schweren Herzens haben wir uns daher auf den Rückweg gemacht.

Doch für immer wird das das beste Geburtstagsgeschenk bleiben. Bis zur letzten Sekunde haben wir nicht daran geglaubt. Der Tag, an dem wir die Polarlichter da erste Mal gesehen haben, wird für immer mein 30. Geburtstag sein. Wer kann das schon von sich behaupten?

 



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