[Werbung] Prisca Bonin war eine der Fotografinnen bei dem styled Shooting. Die Bilder mit dem verträumten Stil haben uns richtig gut gefallen und mit diesem Interview könnt ihr sie besser kennenlernen!
Erzähl doch etwas über dich und deinen Werdegang
Hi, ich bin Prisca und lebe gemeinsam mit meinem Mann und unseren beiden Katern im schönen Taunus. In meinem privaten Umfeld war ich schon immer „die mit der Kamera“ und habe auch Hochzeiten oder Feiern im Familien- und Freundeskreis fotografisch begleitet. Trotzdem war Fotografie bis 2023 lange Zeit vor allem eines: mein Hobby.
Neben meinem kaufmännischen Job habe ich eine Zeit lang in der Gastronomie gearbeitet und dort häufig bei Hochzeiten gekellnert. Es hat mir immer Freude gemacht, Paare an ihrem großen Tag zu unterstützen und ihn für sie besonders zu machen. Irgendwann wurde der Wunsch jedoch größer, diese Tage nicht mehr hinter der Theke, sondern hinter der Kamera zu begleiten.
2023 habe ich mich schließlich als Fotografin selbstständig gemacht. Anfangs habe ich viele Paare fotografiert und durfte inzwischen schon mehr als 50 Hochzeiten begleiten. Neben Hochzeitsreportagen biete ich auch Newborn-, Paar- und Babybauchshootings an.
Für mich könnte es keinen schöneren Job geben.
Das Konzept wurde von jemand anderem geplant. Wie hast du deine eigene fotografische Handschrift eingebracht, um die Vision zu unterstützen?
Bei einem Styled Shoot ist es immer ein Zusammenspiel aus Konzept und fotografischer Interpretation. Das Konzept kam in diesem Fall von Dana (Wedding Plannerin) und meine Aufgabe war es, dieses visuell umzusetzen.
Meine eigene Handschrift bringe ich vor allem über Perspektive, Licht und Bildkomposition ein und nicht zuletzt auch über die Bildbearbeitung. Gleichzeitig arbeite ich gerne so, dass selbst gestellte Szenen eine gewisse Natürlichkeit behalten und nicht zu inszeniert wirken. So entstehen Bilder, die die Idee des Konzepts tragen, aber trotzdem meine Bildsprache widerspiegeln.
Gibt es einen Unterschied in deiner Arbeitsweise, wenn du ein durchgeplantes Set fotografierst im Vergleich zu einer echten Hochzeit?
Ich denke, der größte Unterschied liegt tatsächlich in der verfügbaren Zeit. Bei echten Hochzeiten passieren viele wichtige Momente sehr schnell und oft direkt hintereinander. Da bleibt meist wenig Raum, verschiedene Varianten auszuprobieren.
Styled Shoots nutze ich deshalb gerne, um mich kreativ auszuprobieren und weiterzuentwickeln. Dort habe ich die Möglichkeit, intensiver mit Licht zu arbeiten, verschiedene Perspektiven zu testen oder Details bewusster festzuhalten. Diese Freiheit erlaubt es, Neues auszuprobieren, ohne das Risiko, dadurch einen echten Moment zu verpassen, wie es bei einer Hochzeit manchmal der Fall wäre.
Viele der Ideen oder Herangehensweisen, die ich in solchen Settings entwickle, nehme ich anschließend auch mit in meine Arbeit auf echten Hochzeiten. So helfen Styled Shoots mir dabei, meinen Blick und meine Bildsprache weiterzuentwickeln.
Wann sollten dich Brautpaare anfragen und wie viel Budget sollten sie einplanen?
Die meisten Paare buchen mich etwa sechs bis zwölf Monate im Voraus. Gerade in den Sommermonaten finden die meisten Hochzeiten statt, deshalb empfehle ich, die fotografische Begleitung anzufragen, sobald der Termin feststeht. In der Nebensaison, also im Herbst und Winter, sind manchmal auch kurzfristigere Buchungen möglich.
Das Budget hängt natürlich davon ab, wie lange ich das Paar begleite. Eine Ganztagesreportage startet bei mir bei etwa 2.000 Euro.
Welcher Moment einer echten Hochzeit ist für dich fotografisch am spannendsten?
Emotional am spannendsten finde ich den Moment, in dem sich das Paar zum ersten Mal sieht. Die Aufregung liegt förmlich in der Luft, und dieser Augenblick ist jedes Mal wieder einzigartig.
Aus fotografischer Sicht mag ich besonders Getting Readys und Trauungen. In diesen Momenten kann ich viel mit Perspektiven arbeiten, kleine Details einfangen und gleichzeitig die Emotionen und Reaktionen der Menschen um das Paar herum beobachten.
Oft gehen kleine Details am Hochzeitstag unter. Wie wichtig ist es dir als Fotografin, auch die ‚Stillleben‘ (Tischdeko, Ringe, Floristik) so festzuhalten, wie wir es im Styled Shooting sehen?
Dekoration, Blumen und all die kleinen Details haben einen großen Einfluss auf die Atmosphäre und den Look einer Hochzeit und damit auch auf die Bilder. Deshalb nehme ich mir immer bewusst Zeit, genau das festzuhalten, damit das Paar sich später daran erinnern kann, wie viel Liebe in den einzelnen Details gesteckt hat.
Gleichzeitig stehen für mich die Menschen und ihre Emotionen im Mittelpunkt. Bilder vom Hochzeitspaar und den Gästen, von Gesprächen, Umarmungen und Reaktionen sind für mich letztlich noch wichtiger, denn genau dieses Zwischenmenschliche macht einen Hochzeitstag am Ende wirklich aus.
Nach einer echten Hochzeit hast du Tausende Bilder. Nach welchen Kriterien wählst du die Fotos aus, die es am Ende in die Galerie des Paares schaffen?
Meine Paare erhalten in ihrer Galerie alle Bilder, die gelungen sind und die Geschichte ihres Tages vollständig erzählen. Natürlich treffe ich dabei eine Auswahl: sehr ähnliche Bilder, auf denen zum Beispiel jemand die Augen geschlossen hat, sortiere ich aus.
Mir ist es wichtig, dass am Ende eine Galerie mit starken Momenten, echten Emotionen und kleinen Details entsteht. Die Bilder sollen den Tag so widerspiegeln, wie er sich angefühlt hat, ohne dass das Paar sich durch viele nahezu identische Aufnahmen klicken muss.
Gibt es einen Trend bei echten Hochzeiten, den du gerade richtig gut findest (z.B. Audio-Gästebücher, Champagner-Tower oder Blitzlicht-Fotos am Abend)?
Mit dem Begriff ‚Trend‘ tue ich mich ehrlich gesagt ein wenig schwer. Inspirationen können natürlich schön sein, aber am meisten berührt es mich immer, wenn eine Hochzeit wirklich zum Paar passt und sich der Tag authentisch anfühlt.
Viele Trends sehen toll aus, tauchen aber irgendwann auf sehr vielen Hochzeiten auf. Besonders spannend finde ich deshalb die persönlichen Elemente. Dinge, die eine Hochzeit wirklich einzigartig machen.
Wenn ich aber einen Trend nennen müsste, den ich wirklich schön finde, dann sind es persönlich geschriebene Briefe an die Gäste. Diese kleine Geste ist oft unglaublich emotional und zeigt, wie viele Gedanken sich das Paar über die Menschen gemacht hat, die diesen Tag mit ihnen feiern.
Fotografisch gibt es gerade einen Trend, den ich sehr mag: Bilder mit Motion Blur, also bewusst leicht verschwommene Aufnahmen. Natürlich sollen nicht alle Bilder so aussehen, aber in bestimmten Momenten kann das eine besondere Dynamik und Stimmung erzeugen und manchmal sogar mehr Gefühl transportieren als ein perfekt scharfes Bild.
Was ist das schönste Kompliment, das dir ein Brautpaar nach Erhalt ihrer Bilder je gemacht hat?
Ein Paar hat einmal zu mir gesagt, dass es, neben dem Ja-Wort, die beste Entscheidung ihres Tages war, mich als Fotografin dabei zu haben. Das hat mich wirklich sehr berührt.
Ansonsten ist es besonders schön für mich, wenn Paare beim Anschauen der Bilder lachen, gerührt sind und sogar noch einmal ein paar Tränen verdrücken. Das zeigt mir, welchen emotionalen Wert die Erinnerungen für sie haben und genau das ist für mich das Allerschönste.
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